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Von jenen lernen, die bereits gegründet haben

Die diesjährige Innovator Morning Summer Edition brachte Innovator:innen der Universität Zürich zusammen und widmete sich einer der grössten Herausforderungen für Gründer:innen: Wie lassen sich Forschungserkenntnisse in ein Produkt übersetzen, das tatsächlich den Bedürfnissen der Menschen entspricht? Durch persönliche Einblicke von Gründer:innen, Erfahrungen aus dem Market Validation Lab und offene Gespräche über Unternehmertum erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Impulse von Menschen, die diesen Weg selbst gegangen sind.

In seiner Keynote blickte Gaudenz Halter, Mitgründer von Correntics, auf die Entwicklung seines Unternehmens zurück. Vor fünf Jahren wurde das damalige Innovationsprojekt durch den UZH Innovation Hub unterstützt. Heute ist daraus ein Startup mit zahlenden Kund:innen entstanden, das Unternehmen dabei unterstützt, Klimarisiken mithilfe einer forschungsbasierten Technologie zu analysieren und vorherzusagen – und dabei komplexe Wissenschaft verständlich und anwendbar macht. Rückblickend beschreibt Halter Unternehmertum als eine Achterbahnfahrt – mit einer zentralen Erkenntnis:

 
«Haltet nicht zu lange an Plan A fest. Überlegt euch früh, wie ihr Erfolg definiert, woran ihr erkennt, dass eine Strategie nicht aufgeht, und wann es Zeit ist, auf Plan B – oder sogar Plan C – umzuschwenken.»


Réka Enz und Akhila Obilisetty, Teilnehmerinnen des Market Validation Lab, gaben Einblicke in ihre Market-Validation-Reise, die Herausforderungen, denen sie begegnet sind, und ihre wichtigsten Learnings:

«Viele Projekte beginnen mit einer überzeugenden Idee. Gespräche mit potenziellen Nutzer:innen zeigen jedoch oft, dass das eigentliche Problem ein anderes ist, als ursprünglich angenommen. Ideen, die im Labor überzeugend erscheinen, lösen deshalb nicht zwangsläufig das tatsächliche Problem.»

Ihr wichtigstes Learning: Gründer:innen sollten so früh wie möglich mit potenziellen Nutzenden und Kund:innen ins Gespräch kommen und Lösungen gemeinsam mit ihnen entwickeln – statt für sie. Frühe Gespräche helfen dabei, Annahmen zu überprüfen, bevor wertvolle Zeit und Ressourcen in die falsche Lösung investiert werden.

Im anschliessenden Founder Interview erläuterte Kynan Eng, der sein jüngstes Startup iniVation erfolgreich verkauft hat, wie frühe strategische Entscheidungen die Zukunft eines Unternehmens prägen. Während sich viele Gründer:innen zunächst auf Fundraising konzentrieren, ermutigte Eng dazu, sich ebenso früh Gedanken darüber zu machen, welche Art von Unternehmen man langfristig aufbauen möchte. «Die Art und Weise eines Exits, auf den ihr hinarbeitet, bestimmt die Art von Unternehmen, das ihr aufbaut», erklärte er.

Sein abschliessender Rat: Selbstreflexion.

«Jedes Gründerteam bringt seine eigenen Stärken, Motivationen und Ambitionen mit. Erfolgreiche Gründer:innen kennen nicht nur ihre Stärken, sondern auch ihre Grenzen – und wissen, wann sie Verantwortung abgeben sollten. Manche blühen in der frühen Aufbauphase eines Unternehmens auf, andere entfalten ihr Potenzial erst beim Skalieren. Sich selbst gut zu kennen und die eigenen Annahmen regelmässig zu hinterfragen, ist genauso wichtig wie die Weiterentwicklung des Produkts.»

Über alle Sessions hinweg zog sich eine zentrale Botschaft: Erfolgreiche Startups entstehen nicht nach einem festen Rezept, sondern indem sie nah an ihren Kund:innen bleiben, sich schnell an neue Erkenntnisse anpassen und sowohl den Markt als auch sich selbst verstehen.

Weiterführende Informationen

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